Der Verein
More Majorum wurde 2001 gegründet und hat sich die Darstellung des mittelalterlichen Lebens im ausgehenden 14. Jahrhundert zur Aufgabe gemacht.
Der Vereinsname ist Programm: „More Majorum“ bedeutet sinngemäß „nach der Sitte der Ahnen“. Unser Bestreben ist es, die Lebensumstände der spätmittelalterlichen Bevölkerung Freiburgs möglichst authentisch darzustellen.
Da eine umfassende Darstellung städtischen Lebens leider unmöglich ist, versuchen wir einzelne Aspekte des zivilen und militärischen Alltags im spätmittelalterlichen Freiburg exemplarisch nachzuempfinden. Dazu gehören alltägliche Tätigkeiten und Arbeiten im Haushalt, das Ausüben verschiedener Handwerke sowie der Dienst in der städtischen Miliz.
Als zeitlichen „Ankerpunkt“ wählten wir das Jahr 1386, in dem ein Freiburger Aufgebot unter Führung der Habsburger gegen die Eidgenossen zu Felde zog und in der Schlacht bei Sempach geschlagen wurde. Mehr dazu finden Sie in der Rubrik Infos/ Die Schlacht von Sempach
Was wir tun
Unsere Mitglieder versuchen einen Querschnitt der Bevölkerung der Stadt und ihres Umlandes darzustellen. Hierbei stehen die bürgerlichen Schichten vom Knecht über den Handwerker bis zum Patrizier im Vordergrund. Wir zeigen sowohl die Alltags- und Arbeitskleidung von Mägden, Bürgersfrauen und Handwerkern, als auch den Sonntagsstaat angesehener Schichten des Bürgertums und den Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen und Alltagsgegenständen. Unsere Darstellung wir ergänzt durch zeit- und standesgemäße militärische Ausrüstung, wie sie bei den städtischen Aufgeboten im ausgehenden 14. Jahrhundert üblich war.
Unsere Darstellung findet im Rahmen musealer Veranstaltungen, Treffen von Reenactment- und Living-History-Gruppen, in Bildungseinrichtungen und vereinzelt auf Märkten statt.
Bilder unserer Mitglieder finden Sie in der Rubrik Der Verein / Mitglieder , vergangene und geplante Veranstaltungen finden Sie in der Rubrik Termine.
Die Ausstattung
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Die Mitglieder stellen den Großteil ihrer Ausstattung selbst her. Die Anfertigung von Kleidung und Gebrauchsgegenständen ist ein bedeutender Teil unserer Vereinsarbeit. Dabei legen wir Wert auf größtmögliche Authentizität der angefertigten Gegenstände, da dies Grundlage für eine historisch korrekte und seriöse Darstellung ist.
Am Anfang der Darstellung steht also zunächst die Recherche in Fachliteratur, Museen und zeitgenössischen Darstellungen.
Es folgt die handwerkliche Rekonstruktion der recherchierten Objekte. Auch hier versuchen wir möglichst nah am Original zu bleiben: beispielsweise werden Stoffe mit natürlichen Materialien selbst gefärbt, Kleidung von Hand genäht, sogar das Nähwerkzeug besteht oft aus originalgetreuen Replikaten.
In der Rubrik Galerie/Ausstattung können Sie einige unserer –teilweise selbst gefertigten – Ausstattungsstücke und ihre historischen Vorbilder sehen. Wem dies nicht genügt, kann sich in der Rubrik Termine darüber informieren, wo er uns und unsere Ausrüstung live erleben kann.
Auf ein Wort: Die A – Frage
Bei der A-Frage (nicht zu verwechseln mit der A – Karte!) geht es um historische Authentizität. Wer schon einmal einen Mittelaltermarkt besucht hat, kennt das ganze Spektrum der Mittelalterszene: Es reicht von schwarz gewandeten Gothic – Fans, über Fantasy - Rollenspieler bis zu fanatischen Authentizitätsinqisitoren der Reenactors.
An welcher Stelle steht More Majorum in diesem Spektrum?
Wir leben im 21. Jahrhundert und nicht im vierzehnten. Es ist uns bewusst, dass historische Authentizität in der Darstellung relativ ist.
Sie wird zunächst einmal vom Stand der Wissenschaft begrenzt: Was noch nicht ausgegraben, belegt oder bewiesen ist, bleibt uns schlicht unbekannt. Von dem, was uns überliefert ist, wissen wir oftmals nicht, ob es die Ausnahme oder die Regel im mittelalterlichen Alltag darstellte.
Unsere Darstellung bleibt deshalb eine Annäherung. Diese wollen wir aber gewissenhaft betreiben und uns so nah wie möglich an dem orientieren, was uns von unseren Vorfahren überliefert ist. Trotzdem muss bei lückenhafter Quellenlage natürlich hin und wieder interpretiert werden. Es gibt auch innerhalb des Vereins individuelle Ansichten darüber, wie viel Authentizität nötig oder möglich ist. Deshalb tauschen wir die Ergebnisse unserer Nachforschungen aus und diskutieren über ihre Umsetzung, bevor wir uns an die Reproduktion einzelner Ausstattungsgegenstände machen.
Konsens herrscht wohl darüber: Reenactment / Living History ist unser gemeinsames Hobby, wir wollen es aus Respekt vor den handwerklichen und kulturellen Leistungen unserer Vorfahren und im Interesse einer seriösen Information des Publikums gewissenhaft betreiben. Kurz gesagt: Wir nehmen die Sache ernst - uns selbst dagegen nicht so sehr...
Da eine umfassende Darstellung städtischen Lebens leider unmöglich ist, versuchen wir einzelne Aspekte des zivilen und militärischen Alltags im spätmittelalterlichen Freiburg exemplarisch nachzuempfinden. Dazu gehören alltägliche Tätigkeiten und Arbeiten im Haushalt, das Ausüben verschiedener Handwerke sowie der Dienst in der städtischen Miliz.
Es folgt die handwerkliche Rekonstruktion der recherchierten Objekte. Auch hier versuchen wir möglichst nah am Original zu bleiben: beispielsweise werden Stoffe mit natürlichen Materialien selbst gefärbt, Kleidung von Hand genäht, sogar das Nähwerkzeug besteht oft aus originalgetreuen Replikaten.